Ein schneller Deal für den Weltfrieden? So viele Waffen, dass Putin einen Rückzieher macht? Eine weitere Eskalation in Nahost? Der Ausgang der US-Wahlen wird geopolitisch spürbar sein.
Das totalitäre Regime von Kim Jong-un verabschiedet sich von einer Normalisierung mit den USA und der Idee der Wiedervereinigung mit dem Süden. Russland unterstützt es sogar mit Soldaten bei dessen Ukraine-Feldzug.
Das Königreich in Nordwestafrika schmiedet mächtige Allianzen und will den Staaten der Sahelzone einen Zugang zum Meer ermöglichen. Während sich Nachbar Algerien zusehends abschottet, öffnet sich Marokko, diversifiziert seine Wirtschaft und baut seine Macht aus.
Südamerikas größter und wichtigster Staat versucht den diplomatischen Spagat zwischen den USA und China. Dem Wunsch einer multipolaren Welt, in der mehr Staaten mitentscheiden, verleiht Brasilien in vielen internationalen Vereinigungen und Versammlungen Nachdruck.
Seit dem Militärputsch 2021 versinkt Myanmar im Bürgerkrieg. Externe Mächte verfolgen ihre eigenen Interessen und pokern, wer siegreich aus dem Konflikt hervorgeht.
Fünfzig Jahre nach der türkischen Invasion stehen die Zeichen für ein Ende des Konflikts um die geteilte Insel noch immer schlecht. Das Gedenken am Jahrestag trug nicht zu einer weiteren Verbesserung der Beziehungen zwischen den Schutzmächten Türkei und Griechenland bei.
Seit dem Militärputsch in Niger kriselt es in den Beziehungen der beiden westafrikanischen Staaten. China will vermitteln und so sein Geschäft und seinen Einfluss sichern, doch die Situation wird zusehends komplexer.
Die geopolitisch komplexe Lage am Horn von Afrika hat sich durch folgenschwere Abkommen, eine innenpolitische Krise und die politische Weltlage nochmals verkompliziert. Mehrere Regionalmächte zerren an einem Land, das nie richtig geeint war.
Durch Partnerschaften mit Nauru, Kiribati und den Salomonen gewinnt China an Einfluss im Pazifik und macht dadurch die USA nervös. Daran ändert sich auch nach dem jüngsten Premierswechsel auf den Salomonen nichts.
Im Oktober 2023 geht in Bissau, der Hauptstadt Guinea-Bissaus plötzlich das Licht aus. Stromausfälle kommen in weiten Teilen Afrikas zwar noch immer recht häufig vor, seit das türkische Unternehmen Karpowership 2019 einen Vertrag mit dem staatlichen Elektrizitäts- und Wasserunternehmen EAGB abschloss, war die Stromversorgung aber eigentlich recht stabil. Ein einzelnes Schiff mit einer Erzeugungsleistung von 35 Megawatt ist seither für die gesamte Elektrizitätserzeugung im Staat verantwortlich.